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VN 1700 Voyager: Hinterm Horizont geht es weiter

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Von Heiko P. Wacker, 21. September 2009 00:00 Uhr

Kawasaki kümmert sich um die Fans großvolumiger V-Twins

VN 1700 Voyager: Hinterm Horizont geht es weiter

Mit der neuen VN 1700-Reihe hat Kawasaki für Freude bei den Fans großvolumiger V-Twins gesorgt, zumal der V2 in dreierlei Gewändern debütierte: Neben der VN 1700 Classic im Cruiser-Look und der Classic Tourer strickten die Ingenieure das opulenteste Kleid der Reihe für die Voyager. Wir haben die "Reisende", die als erster japanischer "Full-Dresser mit V2" das große Reisevergnügen verspricht, gefahren. Der Preis der serienmäßig mit ABS ausgestatteten Kawasaki liegt bei 17 995 Euro.

Bereits die Optik des Flaggschiffs verbreitet den Charme einer Windjammer. Vorn sorgen das große Windschild sowie die fest am Rahmen montierte Verkleidung für sehr guten Windschutz. Sogar für die Stiefel gibt es hinter Beinschildern Windstille. Am Heck bieten das 50 Liter messende Topcase sowie die je 38 Liter fassenden Seitenkoffer Raum genug auch für längere Urlaubsreisen. Zwei abschließbare Handschuhfächer beherbergen Kleinigkeiten wie Portemonnaie oder Mobiltelefon.

So groß die Verkleidungsflächen jedoch sind, den Blick auf das Herz der Maschine verstellen sie zum Glück nicht. Dieses pulsiert im Beat klassischer V-Twins, gesteuert jedoch von moderner Technik wie dem elektronischen Drosselklappensystem. Der flüssigkeitsgekühlte Vierventiler leistet 54 kW/73 PS bei 5 000 U/min sowie ein maximales Drehmoment von 136 Nm, das bereits bei 2 750 Touren anliegt.

 
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Wuchtbrumme: Das opulenteste Kleid strickten die Ingenieure für die Voyager (vorne) Kraftwerk: Der Motor schöpft aus 1.700 ccm Hubraum 54 kW/73 PS
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Natürlich resultiert der Verbrauch auch aus den schieren Abmessungen der leer schon 406 Kilogramm wiegenden Voyager, die dem Wind mit ihrer großformatigen Front eine enorme Angriffsfläche bietet. Dahinter jedoch thront es sich ausgesprochen leger im gemütlichen Gestühl, das auf beiden Sitzplätzen mit echtem Langstreckenkomfort punkten kann. Das iPod-kompatible Audiosystem sorgt derweil für Unterhaltung. Dieser Komfort ist ebenso serienmäßig wie das aufwendig gestaltete ABS-System, das bei Kawasaki unter dem Begriff "K-ACT ABS" firmiert. Via Drucksensoren und Steuergerät verteilt es die Bremskraft so, dass sich auch ein beladener Reisedampfer wie die Voyager sicher dirigieren lässt. Für das Rangieren in engen Gassen oder bei langsam gefahrenen U-Turns unter 20 km/h, die sich mit leicht angelegter Hinterradbremse leichter bewerkstelligen lassen, bleibt das "K-ACT" jedoch außen vor. Das hilft auch dem versierten Fahrer ungemein.

Denn ein Einsteigermotorrad ist die Voyager nicht, auch wenn sie preislich weit günstiger ist als die Konkurrenz von Harley-Davidson, wo Electra Glide und Konsorten schon lange das zweizylindrige Reisevergnügen verheißen. Die Fernweh-Kawasaki wendet sich an jene Biker, die über die nötige Erfahrung verfügen, um eine gute halbe Tonne mit der nötigen Gelassenheit durch die Lande zu dirigieren. Mit zwei Personen und Gepäck ist das zulässige Gesamtgewicht von 586 Kilogramm rasch erreicht. Trotz des Gewichtes zieht die Voyager stoisch ihre Bahn, während die Kilometer nur so unter den Rädern hindurchrauschen. Der erste japanische Full-Dresser mit V2 lässt die Welt ein gutes Stück kleiner wirken.  Mehr Kawasaki


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