Suzuki GSF 650 Bandit: Für Anfänger und Fortgeschrittene
Aus dem Modellprogramm von Suzuki ist die kleine Bandit schon lange nicht mehr wegzudenken. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern, wurde doch die Suzuki GSF 650 Bandit jüngst gründlich überarbeitet. Kernpunkte waren hierbei das erstmals angebotene ABS, das in der 6.490 Euro teuren Maschine serienmäßig zum Einsatz kommt, sowie eine ordentliche Hubraumerweiterung. Außerdem ist sie gegen 300 Euro Aufpreis als verkleidete S-Variante erhältlich.
Dabei kommt die Bandit ohne ausgefeilte Einspritztechnik aus. Stattdessen vertraut sie weiterhin klassischen Keihin-Vergasern, die mit elektronischen Drosselklappen-Sensoren ausgerüstet wurden und für eine spontane Gasannahme sorgen. Einzig beim Kaltstart braucht das Triebwerk eine feinfühlige Hand, die den links am Lenker angebrachten Choke zu bedienen weiß. Die Warmlaufphase der Suzuki fällt gerade bei kalter Witterung ein wenig länger aus. Sobald jedoch der Motor auf Temperatur ist, sorgt er für einen überraschend kräftigen Vortrieb bis zur Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h beziehungsweise 205 km/h. Die höhere Marke gilt für die verkleidete Version, die mit einer schicken Halbschale aufwartet. Das dynamische Aussehen bringt zudem einen verbesserten Windschutz mit sich, so dass auch Geschwindigkeiten über 180 km/h kein Problem bedeuten.
Der Tank fällt bei beiden Modellen mit 20 Litern recht üppig aus. Die Reichweite liegt trotz des nicht ganz niedrigen Verbrauchs von 6,5 Litern Normalbenzin bei respektablen 300 Kilometern. Die übrigen Unterhaltskosten gestalten sich sehr moderat mit 50 Euro für die Kfz-Steuer im Jahr sowie Haftpflichtversicherungsbeiträgen, die beispielsweise bei der AXA bei günstigen 75 Euro liegen.
Das jetzt bei beiden Versionen serienmäßig eingebaute ABS bedeutet einen echten Sicherheitsgewinn in der zweirädrigen Mittelklasse. Es funktioniert auf trockener wie nasser Piste tadellos. Auch dank der entspannten Sitzposition fühlt man sich auf dem Motorrad schon nach kürzester Zeit sehr wohl. Das liegt unter anderem an der um zwei Zentimeter verstellbaren Sitzhöhe sowie der um ein Zentimeter variablen Lenkerhöhe. Gerade Einsteiger und Wiedereinsteiger werden das zu schätzen wissen. Was jedoch auf keinen Fall heißen soll, erfahrene Biker könnten mit der 650er keinen Spaß haben. Im Gegenteil laden der klassisch geschnittene Stahldoppelschleifenrahmen und das straff abgestimmte Fahrwerk durchaus zu sportlicher Fahrweise ein, wobei die 227 Kilogramm wiegende Suzuki auch im Grenzbereich gut beherrschbar bleibt.
So ist denn die Bandit ein ideales Einsteiger-Bike und selbstverständlich
auch mit 34 PS erhältlich. Dabei hat sie die besten Voraussetzungen, auch in
den Jahren nach der Beschränkung durch den Stufenführerschein für gediegenes
Zweiradvergnügen zu sorgen.
Teststeno: Suzuki GSF 650 S Bandit
luft-/ölgekühlter
Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, vier Ventile pro Zylinder, 656 ccm
Hubraum, Leistung 57 kW/78 PS bei 10 100 U/min (25 kW/34 PS bei 8 400
U/min), max. Drehmoment 59 Nm bei 7 800 U/min, sechs Gänge,
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h (S-Variante: 205 km/h) Sitzhöhe 77-79
Zentimeter, Tankinhalt 20 Liter, Verbrauch 6,5 Liter Normalbenzin auf 100
Kilometer, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 160/60 ZR 17, Leergewicht 227
Kilogramm, Zuladung 213 Kilogramm, Jahresbeiträge bei der AXA-Versicherung
KH: 75 Euro (SF 1, Zulassung Düsseldorf, 50 Mio. Euro pauschal mit
Schutzbrief), TK: 54 Euro (150 Euro Selbstbeteiligung); Preis 6.490 Euro,
S-Variante: 6.790 Euro. Die Kosten einer Drosselung auf 34 PS betragen 97
Euro zzgl. rund 1,5 Arbeitsstunden.
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