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Suzuki Intruder M 800: Nicht nur für Einsteiger

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Von Heiko P. Wacker, 21. September 2005 00:00 Uhr


Suzuki Intruder M 800: Nicht nur für Einsteiger

In den letzten Jahren verblüfften die Hersteller mit immer größeren Cruisern und die Fans des gesteigerten Hubraumvergnügens freuten sich. Einzig die Einsteiger blieben hierbei auf der Strecke, kann sich doch kaum ein Neuling ein Motorrad leisten, dessen Antrieb in der Zweiliter-Liga spielt. Eine erfreuliche Ausnahme bildet hier die neue Intruder M 800 von Suzuki, die moderne Technik mit der soliden Optik eines gestandenen Cruisers vereint. Der Preis liegt bei akzeptablen 7.490 Euro.

 
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Rein äußerlich ähnelt die M 800 der großen Schwester M 1600, mit der sie Designelemente wie die gestreckte Lampe, den schön gearbeiteten Tropfentank oder das charakteristische Heck gemein hat. Darüber hinaus spendierte man der M 800 extrem in die Länge gezogene seitliche Auspuffrohre, sportliche Dreispeichenräder, ein Zentralfederbein und eine Upside-down-Gabel.

Passend hierzu wählten die Ingenieure eine recht tiefe Position der schmalen Sitzbank, was in Kombination mit den weit nach vorne gelegten Fußrasten für das adäquat lässige Feeling sorgt. So ist denn die Suzuki vor allem für eine gediegene Fahrt über Land gedacht, rollt auf guten Straßen leicht dahin, lässt sich mit der vorderen Bremsscheibe und der hinteren Trommelbremse gut im Zaum halten und verwöhnt mit einer recht komfortablen Fahrwerksabstimmung. Allerdings sollte man nicht zu ambitioniert über schlechte Pisten fahren oder um enge Kehren räubern, sonst schlägt das Heck hart durch, während die Fußrasten funkensprühenden Asphaltkontakt pflegen.

Als Antrieb kommt in der M 800 ein alter Bekannter zum Einsatz: der bekannte 805 ccm große V2-Motor. Allerdings hat das wassergekühlte Zweizylinder-Triebwerk eine zeitgemäße Einspritzung sowie einen geregelten Katalysatorbekommen, was für verbesserte Abgaswerte sorgt. Zudem bürgt das moderne Motormanagement für ein sehr gesittetes Gebaren des Vierventilers, der willig anspringt und direkt auf Befehle seitens des Gasgriffs reagiert. Natürlich lassen sich mit dem 39 kW/53 PS starken Antrieb keine Rennen gewinnen. Doch kommt es der kleinen Intruder - viele sprechen einfach von der "Trude" - darauf auch gar nicht an. Stattdessen überrascht sie mit eher zurückhaltenden Vibrationen, einer gleichmäßigen Beschleunigung über weite Teile des Drehzahlbereichs und einem angemessenen maximalen Drehmoment von 69 Nm, das bei 4.000 U/min anliegt.

Das genügt, um schon bei 50 km/h den fünften und letzten Gang einzulegen und ohne Gangwechsel bis auf Tempo 160 zu beschleunigen. Aber schneller als 130 km/h fährt man wirklich nur im Notfall. Denn ab dieser Geschwindigkeit findet der Wind einfach zu viel Angriffsfläche auf dem Oberkörper des aufrecht sitzenden Fahrers, der darüber hinaus mit gespreizten Armen und Beinen daherkommt. Ein Lob muss man allerdings für die Instrumentenverkleidung aussprechen, die trotz ihrer putzigen Größe unliebsame Turbulenzen wirksam unterbindet. Seine Kraft liefert der Motor über einen gekapselten Kardanantrieb an das fette 170er Hinterrad. Das kostet zwar ein wenig Leistung, garantiert jedoch einen erfreulich geringen Wartungsaufwand.

Sparsam zeigt sich die Intruder bei den Kosten: Schon mit 61 Euro Kfz-Steuern im Jahr und 77 Euro Haftpflicht ist man beispielsweise bei der AXA dabei. Der Durchschnittsverbrauch der Suzuki fällt mit 5,5 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometer ebenfalls recht moderat aus, zumal in Verbindung mit dem 15,5 Liter fassenden Tank Etappen von rund 280 Kilometern möglich sind. Für die große Urlaubsfahrt zu zweit kann man die Intruder indes nicht uneingeschränkt empfehlen, erfordert doch das karg bemessene hintere Sitzpolster eine gewisse Leidensfähigkeit seitens der Sozia.

Gut gefallen dagegen den serienmäßigen Warnblinker sowie die Verarbeitung. Da das vermeintliche Handicap fehlender Leistung von ganz allein für eine eher defensive und genussorientierte Fahrweise sorgt, ist die 7 490 Euro teure Suzuki für Einsteiger, und nicht nur für die, eine ideale Begleiterin.

br> Teststeno: Suzuki Intruder M 800
flüssigkeitsgekühlter 45-Grad-V2-Zylinder-Viertaktmotor, vier Ventile pro Zylinder, 805 ccm Hubraum, Leistung 39 kW/53 PS bei 6 000 U/min, max. Drehmoment 69 Nm bei 4 000 U/min, Benzineinspritzung mit elektronischer Warmlaufsteuerung, geregelter Katalysator, Euro 2, fünf Gänge, Sitzhöhe 70 Zentimeter, Tankinhalt 15,5 Liter, Reifen vorn 130/90-16 C 67H, hinten 170/80-15M C 77 H, Leergewicht 262 Kilogramm, Zuladung 208 Kilogramm, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h, Testverbrauch 5,5 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer, Jahresbeiträge bei der AXA-Versicherung KH: 77 Euro (SF 1, Regionalklasse 1, 50 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), TK: 55 Euro (150 Euro Selbstbeteiligung), VK wird nicht angeboten, Preis 7.490 Euro. Wortanzahl Fliesstext: 686 vm/mid/Motorrad/Fahrbericht/Bild-vorhanden Zu den Bildern in voller Auflösung: http://www.global-press.de/glp_mid2005092019.htm Datei: intruderm800fahrt3905werk-600.jpg Größe: 49KB Beschreibung: mid Düsseldorf - Die neue Suzuki Intruder M 800 bildet eine willkommene Ausnahme unter den Cruisern. Mit 805 ccm Hubraum, völlig ausreichenden 39 kW/53 PS Leistung und einer guten Fahrwerksabstimmung lädt sie zum Cruisen ein. Zusatz: Foto: Suzuki/mid Datei: intruderm800fahrtseite3905werk-600.jpg Größe: 59,2KB Beschreibung: mid Düsseldorf - Das vermeintliche Handicap der zu geringen Leistung fordert den Fahrer der Intruder M 800 ganz von selbst zu einer gelassenen Fahrweise auf. Zusatz: Foto: Suzuki/mid Datei: intruderm800standseite3905werk-600.jpg Größe: 64,1KB Beschreibung: mid Düsseldorf - Die Suzuki Intruder M800 trägt ähnliche Designmerkmale wie ihre große Schwester M 1600: die gestreckte Lampe, der tropfenförmige Tank und das charakteristische Heck. Zusatz: Foto: Suzuki/mid  Mehr Suzuki


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