Viel Auswahl, noch mehr Platz
850 000 verkaufte Caddys seit 2003 sprechen eine deutliche Sprache: Das in einer Vielzahl an unterschiedlichen Versionen erhältliche Transport-, Freizeit- und Familienmobil kommt bestens an. Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. An der Optik, im Innenraum und an den Motoren haben die Entwickler bei VW Nutzfahrzeuge jetzt Hand angelegt und damit die wenigen Kritikpunkte weitestgehend ausgemerzt.
Die Front, die vielen bislang zu bieder erschien, trägt jetzt die Züge, die auch bereits der aktuelle T5 oder der neue Amarok verpasst bekommen haben. Oder Golf, Sharan und Touran – corporate identity würde man dazu wohl neudeutsch sagen, was dazu beitragen soll, dass jedes Modell der Marke VW sofort auch als ein solches zu erkennen ist. Kühlergrill, Scheinwerfer, Motorhaube und Kotflügel wurden dazu verändert, deutlich frischer und eleganter modelliert.
Zwar stammen rund 70 Prozent der Caddy-Käufer aus dem gewerblichen Bereich, doch wollen auch diese nicht auf Komfort wie in einem Pkw verzichten. Aus diesem Grund hat man in der Firmenzentrale in Hannover insbesondere auf den Feinschliff geachtet. Folge: Der Sitzkomfort wurde deutlich verbessert, es klappert und klimpert nichts mehr im Innenraum, der Abrollkomfort hat ebenfalls spürbar angezogen – eine Folge von 2000 neuen Teilen im Caddy. Lobenswert: Der Schleuderschutz ESP ist jetzt in allen Varianten Standard.
Neben der dritten Sitzreihe, die für einige Versionen optional erhältlich ist, kann jetzt auch die zweite Sitzreihe ausgebaut werden, um das ohnehin nicht geringe Ladevolumen nochmals zu vergrößern. In den Caddy Maxi beispielsweise passen im besten Fall 3880 Liter; die Maxi-Kastenwagenvariante kann mit Stückgut von über drei Metern Länge bepackt werden; insgesamt nimmt der Maxi Kastenwagen 4,7 Kubikmeter auf – Bestwert in dieser Liga.
Moderne Common-Rail-Aggregate
Bei den Motoren haben die alten, rauen Pumpe-Düse-Motoren endlich ausgedient; auch der Caddy bedient sich jetzt moderner Common-Rail-Aggregate. Im Angebot sind Turbodiesel mit 75, 102, 110 und 140 PS, die teilweise mit dem tollen Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden können. Die sparsamen Blue-Motion-Modelle (75 oder 102 PS) sind mit Start-Stopp-System ausgestattet.
Auf Benziner-Seite gibt es zwei neue TSI-Motoren, die 86 oder 105 PS abrufen; eine Erdgasvariante für Caddy und Caddy Maxi kommt auf 109 PS. Allen Motoren gemein ist, dass sie deutlich – bis zu 21 Prozent – weniger verbrauchen als die Vorgängermodelle, bei gleichzeitig gestiegenem Drehmoment.
Insgesamt kann der Caddy in 14 Motor-Getriebe-Varianten bestellt werden; für jedes Modell stehen vier Ausstattungslinien oder ein optionaler Allradantrieb zur Auswahl. Und dann muss ja auch noch entschieden werden, ob es der Caddy oder Caddy Maxi, der Kastenwagen oder der Kombi sein soll. Oder die Reisemobilversion Tramper. Bis man „seinen“ Caddy gefunden hat, gilt hier wirklich: Wer die Wahl hat, hat die Qual.
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