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Die macht die Welle

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Von Lothar Hausfeld, 08. Mai 2010 00:00 Uhr

Der neue Opel Meriva: Maximale Flexibilität und ganz besondere Türen

Die macht die Welle

Erfolge machen selbstbewusst. Opel, kaum dem Insolvenztod von der Schippe gesprungen, hat durch die überraschend guten Verkäufe bei Insignia und Astra wieder Mut geschöpft. Der neue Meriva, der ab Mitte Juni beim Händler steht, soll nicht weniger als die sehr hoch gelegte Messlatte für die Konkurrenz sein.

Als die Rüsselsheimer vor rund sieben Jahren den ersten Meriva auf den Markt brachten, waren sie Vorreiter bei den Mini-Vans, die bei kleinen Abmessungen viel Raum und Variabilität bieten. Ein Konzept, das viele Freunde fand: Mehr als eine Million Merivas wurden seitdem verkauft, alleine 300000 davon in Deutschland. Als es an die Entwicklung des Nachfolgers ging, war laut Klaus Nüchter, der die Verantwortung für die gesamt Baureihe trägt, zunächst eine Frage zu klären: „Evolution oder Revolution?“ Die Opel-Entwickler entschieden sich für Letzteres. Eine Revolution, die man dem neuen Meriva auf den ersten Blick ansieht. Das Design spricht eine komplett andere Sprache als der nüchterne, funktionale Vorgänger. Viel aufregender, sportlicher, ansprechender haben die Designer den Mini-Van gestaltet. Auch innen, wo die Qualität spürbar angezogen hat, viele pfiffige Ablagen und praktische Verstellmöglichkeiten für entspanntes Reisen sorgen.

Nicht zu vergessen der augenfälligste Unterschied: Die gegenläufig angeschlagenen Türen. Das bieten heutzutage nur zwei Modelle: das London-Taxi und der Rolls-Royce Phantom. Bereits seit 2005 lief bei Opel die Alltagserprobung dieses Türkonzepts – mit durchschlagendem Erfolg, wie Nüchter erzählt. „Jeder, der übers Wochenende den Test-Meriva mit diesen Türen fuhr, kam am Montag begeistert zurück ins Büro.“ Die Vorteile liegen auf der Hand: bequemes Einsteigen, auch in engen Parklücken. Einfaches Beladen, beispielsweise mit Kindersitzen. Wenn Vorder- und Hintertüren geöffnet sind, bietet sich aussteigenden Kindern eine Art Schutzraum, Eltern müssen weniger Sorgen haben, dass der flinke Nachwuchs ihnen stiften geht.

Ein pfiffiges Designelement sorgt dafür, dass der Meriva nicht nur dann auffällt, wenn die Türen geöffnet sind. „Die Welle“, erzählt Chefdesigner Kurt Beyer, „die Welle sorgt dafür, dass man in der Seitenansicht gleicht merkt: Dieses Auto ist etwas Neues, etwas Besonderes.“ Außerdem sorgt der Knick mit der abfallenden Linie unterhalb des Fensters dafür, dass die hinten Sitzenden – bevorzugt natürlich Kinder – einen besseren Blick nach draußen haben.

Vorder- und Rücksitze sind in nahezu jede benötigte Position zu bringen, kinderleicht umklapp-, verschieb- oder versenkbar. Nicht weniger als 32 Ablagefächer sind an Bord, der Laderaum schluckt bis zu 1500 Liter. Nur eine dritte Sitzreihe gibt es nicht, ansonsten macht der Meriva deutlich größeren Vans ganz schön Feuer unterm Hintern. Die fast durch das ganze Auto verschiebbare Mittelkonsole namens FlexRail sorgt ab der Ausstattungsvariante Edition für noch mehr Variabilität.

Im Motorenangebot sind zunächst drei Benziner mit 100, 120 und 140 PS sowie 75 und 100 PS starke Dieselmotoren. Wir waren mit dem mittleren Turbobenziner unterwegs, für den Opel das größte Verkaufspotenzial ermittelt hat. Nach einem kleinen Turboloch nimmt der Motor willig Gas an, beschleunigt zügig auf Landstraßentempo und ist für sämtliche Bedürfnisse mehr als nur ausreichend. Lediglich ein sechster Gang wird auf der Autobahn vermisst, ansonsten weiß der 1.6er vollkommen zu überzeugen.

 
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