Der erwachsene Bruder des Fiat 500
Zugegeben: Als Autotester freut man sich nicht auf jedes zu testende Fahrzeug. So wie vor der Begegnung mit dem Ford Ka der zweiten Generation. Zu negativ war noch der Besitz eines Vorgängermodells im Gedächtnis geblieben, der uns mehrere Monate den Spaß am Autofahren gekostet hatte. Zum Glück: Nahezu alle Befürchtungen wurden im Test zerstreut.
Unter dem Strich...
...müssen wir uns ob der negativen Gedanken zum Ford Ka ein wenig schämen: Mehr Platz und Komfort in einem Kleinstwagen geht eigentlich nicht. Mehr Ford
K(a) wie Komfort
Zugegeben: Als Autotester freut man sich nicht auf jedes zu testende Fahrzeug. So wie vor der Begegnung mit dem Ford Ka der zweiten Generation. Zu negativ war noch der Besitz eines Vorgängermodells im Gedächtnis geblieben, der uns mehrere Monate den Spaß am Autofahren gekostet hatte. Zum Glück: Nahezu alle Befürchtungen wurden im Test zerstreut.
Auf den ersten Blick...
...hat der „Neue“ mit dem „Alten“ nichts gemeinsam. Deutlich pfiffigeres Design, von der runden Kugel ist kaum noch etwas zu sehen. Weniger eigenständig, klar, aber dafür zeitgemäßer und massentauglicher.
Besonders gut gefallen...
...haben uns, und das darf man uneingeschränkt als große Überraschung verbuchen, das Platz- und Komfortangebot im kleinsten Ford. Nach oben hin stößt sich niemand den Kopf, auch Langbeiner können vorne die Gliedmaßen ausstrecken, die Sitze weisen eine erfreulich lange Oberschenkelauflage auf, und selbst hinten finden nicht nur Vorschulkinder vernünftige Platzverhältnisse vor. Schon die Grundversion (ab 9950 Euro) kommt mit Bordcomputer, höhenverstellbarem Fahrersitz oder einer Easy-Entry-Funktion zum Einstieg auf die hinteren Plätze daher. Sind Kleinstwagen sonst spartanisch ausgestattet und instrumentiert, fühlt man sich in einem Ka keinesfalls wie in einem Sparauto. Trotzdem: Mit 3,62 Meter Länge und einem Wendekreis von 9,10 Metern gibt’s so gut wie keine Schwierigkeiten mit dem Handling, einen Parkplatz findet man in der kleinsten Lücke. Der Ka läuft gemeinsam mit dem Fiat 500 vom Band, gibt sich vom Design her deutlich erwachsener (und angepasster, freilich), spielt dafür aber nicht den Schlaglochdetektor wie der Cinquecento, schluckt einige Unsportlichkeiten des Teerbelages. Apropos Design: Mit dem Ka darf man sich zum Shoppen trauen, auch der Kofferraum spielt dabei mit.
Kein Lob gibt es...
...für die extrem eingeschränkte Sicht nach schräg hinten. Wer auf einer zweispurigen Straße unplanmäßig zügig von rechts nach links wechseln will und sich nicht alleine auf die Spiegel verlassen will, sieht außer einer breiten C-Säule fast nichts. Der 69-PS-Duratec-Motor reicht für den flotten Ampelsprint in der Stadt vollkommen aus, bei Überlandfahrten braucht er aber reichlich Anlauf, um in Schwung zu kommen. Überholverbot gilt überall dort, wo nicht mindestens ein Kilometer freie Sicht herrscht.
Das pfiffigste Detail...
...ist die Ausstattungsvariante Titanium: Für mindestens 11150 Euro bekommt man E-Fensterheber und E-Außenspiegel, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer oder Zentralverriegelung per Fernbedienung und somit einen Kleinstwagen, der deutlich über dem Durchschnitt ausgestattet ist – zu einem sehr vorteilhaften Preis.
...müssen wir uns ob der negativen Gedanken zum Ford Ka ein wenig schämen: Mehr Platz und Komfort in einem Kleinstwagen geht eigentlich nicht. Mehr Ford













