Max und Mäxchen
Experten wie der selbst ernannte „Auto-Papst“ Ferdinand Dudenhöffer haben dem Van schon vor Jahren das Ende vorhergesagt. Doch wie das so ist mit den Prognosen des Professors: Oftmals gehen die Prophezeiungen an der Realität vorbei.
Das Van-Segment erfreut sich auch 2010 noch großer Beliebtheit bei den Käufern. Und bei den Herstellern: Zahlreiche Neuheiten machen die Auswahl immer schwerer. Jetzt bringt Ford den neuen C-Max und rüstet den Kompakt-Van erstmals auf Wunsch auch mit sieben Sitzen im Grand C-Max aus.
So gleich die Gene sind, so unterschiedlich fällt doch das Detail aus. Ein sportliches Design tragen noch beide Varianten zur Schau, doch nur der C-Max (Länge: 4,38 Meter) setzt dieses sportliche Design auch auf der Straße um. Er lässt sich locker um die Kurven bewegen, während der 14 Zentimeter längere Grand C-Max für die komfortorientierte Familie gedacht ist. Hier soll nicht gekurvt werden, sondern kutschiert.
Und das mit bis zu sieben Personen (dritte Sitzreihe: 700 Euro extra), wobei sich auf den hinteren beiden Plätzen naturgemäß nicht die Spieler der Artland Dragons wohlfühlen würden. Vielleicht könnten die Basketballer sich das Aufwärmtraining sparen, wenn sie auf dem Weg zum Spiel die Gliedmaßen einigermaßen kunstvoll drapieren müssten. Aber, Flachs beiseite, für Schulkinder reicht der Platz auf den hinteren Plätzen allemal. Der Zustieg erfolgt dank der seitlichen Schiebetüren erfreulich einfach, und auch der Mechanismus, mit dem die mittlere Sitzreihe verschoben und die dritte Sitzreihe weggeklappt werden kann, ist simpel und mit wenig Kraftaufwand zu bedienen.
Zahlreichen Knöpfe, Regler und Hebel
Der Innenraum ist deutlich aufgemöbelt worden. Die zahlreichen Knöpfe, Regler und Hebel geben einen guten Eindruck davon, wie viel Komfort beim C-Max und Grand C-Max an Bord ist. Und nach einer gewissen Einarbeitungsphase werden die vielen Einstellmöglichkeiten in den Menütiefen des Systems auch Unbedarfte nicht mehr überfordern.
Auch bei den Motoren gibt’s einiges an interessanten Neuheiten. Die Dieselpalette umfasst vier Aggregate zwischen 95 und 163 PS, die teilweise auch mit Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar sind. Gerade die Verbindung 163-PS-Diesel mit PowerShift-Getriebe ist eine harmonische Sache. Bei den Benzinern wird ein Leistungsband von 105 bis 182 PS abgedeckt. Empfehlung: Der neue, 1,6 Liter große EcoBoost-Motor mit 150 PS, der sowohl die Disziplin „Eco“ (6,6 Liter bzw. 6,9 Liter auf 100 km) als auch die Disziplin „Boost“ (in 9,4 bzw. 9,9 Sekunden auf Tempo 100) beherrscht.
Die Preislisten starten bei 18600 Euro für den C-Max bzw. 20100 Euro für den Grand C-Max, jeweils in der Variante Ambiente. Richtig interessant wird es mit Audiosystem, Klimaanlage oder Rundum-E-Fensterhebern allerdings erst in der zweiten Ausstattungslinie Trend. Und wer Titanium auf der Bestellung ankreuzt, kommt dem „All inclusive“ schon recht nahe. Nur die dritte Sitzreihe muss man beim Grand C-Max immer extra bezahlen.
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