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Frische Bulliparade

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Von Lothar Hausfeld, 10. Oktober 2009 00:00 Uhr

VW überarbeitet den T5

Frische Bulliparade

Frischer, ruhiger, sparsamer, souveräner: Volkswagen Nutzfahrzeuge hat seinen Klassiker überarbeitet und den Nachfolger des legendären Bulli, der heute technokratisch und emotionslos T5 heißt, in seinen Varianten Multivan, Transporter, Caravelle und California neu aufgelegt.

Seit rund sechs Jahren läuft das aktuelle Modell vom Band, hat mittlerweile die Millionen-Stückzahlgrenze überschritten, da tut eine Auffrischung gut. Schon am geänderten Erscheinungsbild wird klar: Das ist mehr als ein übliches Facelift zur Mitte des Produktionszyklus. Der T5 trägt jetzt das neue VW-Gesicht, das seinen Ursprung in der aktuellen Version des Bestsellers Golf hat. Dadurch wirkt der variable Großraumcruiser moderner, frischer, einfach zeitgemäßer, ohne sich aber an schnelllebigen Trend zu vergehen. Ebenfalls erneuert wurde die Heckpartie.

Der Innenraum hat neue, wertigere Materialien sowie neue Bedienelemente verpasst bekommen. Insgesamt wurde der Komfort verbessert, auch durch neue Sitze in Multivan und California. Erstmals werden Assistenzsysteme wie Spurwechselassistent oder Einparkassistent angeboten. „Wir haben an etlichen Schrauben gedreht, um das Fahrzeug besser zu machen“, so Hans Rohlfing als Leiter der Fahrzeugentwicklung. „Die Ziele der Entwicklung waren dabei vor allen Dingen deutliche Verbesserungen bei Verbrauch und Emissionen sowie bei der Geräuschentwicklung, mehr Komfort und Sicherheit und das Erreichen der EU5-Schadstoffnorm.“

 
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Der T5 trägt jetzt das neue VW-Gesicht, das seinen Ursprung in der aktuellen Version des Bestsellers Golf hat. Der Innenraum hat neue, wertigere Materialien sowie neue Bedienelemente verpasst bekommen. Insgesamt wurde der Komfort verbessert, auch durch neue Sitze in Multivan und California.
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Nach den ersten Testfahrten können wir konstatieren: Das selbst gesteckte Klassenziel ist erreicht. Auch bei hohen Geschwindigkeiten überzeugten die gefahrenen Dieselversionen mit 102 und 140 PS durch eine dezente Geräuschkulisse. Vergessen sind die dröhnenden Pumpe-Düse-Tage, auch die Nutzfahrzeugsparte von VW setzt endlich auf die laufruhigen und effizienten Common-Rail-Aggregate. So konnten die Verbrauchswerte im Vergleich zu den Vorgängermotoren um bis zu 20 Prozent reduziert werden.

Neben der Typenumstellung trugen auch eine Hubraumverkleinerung sowie die Verwendung von Vier- statt Fünfzylindermotoren zur Verbrauchsoptimierung bei. Gerade Letzteres sorgte in Bulli-Insider-Kreisen für Unruhe, doch all denjenigen, die auf den Fünfzylinder schwören, sei gesagt: Auch ein 102-PS-Vierzylinder hat vollkommen ausreichend Kraft, um den VW-Klassiker schwungvoll nach vorne preschen zu lassen.

Insgesamt sind vier TDI-Motoren zwischen 84 und 180 PS sowie ein Benziner mit 115 PS im Angebot; erstmals können die beiden größten Dieselvarianten auch mit dem Sieben-Gang-DSG kombiniert werden. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet nicht nur dermaßen perfekt und sanft, dass kein Mensch es auch nur annähernd so gut könnte, sondern senkt den Verbrauch nochmals. „Es gibt kaum ein vergleichbares Modell“, weiß Rohlfing, und doch muss auch VW mit dem im Sinkflug befindlichen Nutzfahrzeugmarkt kämpfen. Auch das dürfte ein Grund für teilweise gesenkte Einstiegspreise sein. So ist die Familienversion Multivan Startline, die freilich ohne Klimaanlage und auch sonst recht karg ausgestattet ist, jetzt rund 1500 Euro günstiger als der Vorgänger. Mit mindestens 29950 Euro fällt er aber für die Allermeisten immer noch nicht in die Rubrik Schnäppchen.

Den deutlich größten Anteil bei den Verkäufen haben die Transporter-Varianten für die gewerblichen Kunden. Hier beginnt die Preisliste bei 22150 Euro (exklusive Mehrwertsteuer). Mit Multivan (Van) und California (Reisemobil) für den Privatmarkt sowie Caravelle (Bus) und Transporter (Kastenwagen, Kombi, Pritsche) für die Arbeitswelt bieten die Hannoveraner eine umfangreiche Modellpalette an, die in ihrer Vielfalt in der Tat ihresgleichen sucht. „Wir wollen Maßstäbe setzen“, so Rohlfing selbstbewusst. Und auch hier können wir konstatieren: Das selbst gesteckte Ziel ist erreicht.  Mehr Volkswagen


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