Noz Kfzwelt

Startseite

|

Autos

|

Opel

|

Der Spagat-Tourer

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Von Lothar Hausfeld, 20. November 2010 00:00 Uhr

Der neue Opel Astra Sports Tourer: Ein Kombi der pfiffigen Sorte

Der Spagat-Tourer

Als Opel vor nahezu 60 Jahren den Olympia Caravan präsentierte, da war seine Kategorisierung eindeutig: „Kombinations-Kraftfahrzeug“. Nachkriegs-Deutsch, das im Volksmund schnell zum eingängigen „Kombi“ wurde. Die Bedeutung blieb bis heute: Ein Kombi muss mehrere Disziplinen beherrschen.

Nur gut, dass es in den 50er-Jahren noch keine Globalisierung und galoppierende Anglizismen gab. Sonst hätte der gute, alte Olympia auch schon den Zusatz „Sports Tourer“ verpasst bekommen. Wie der neue Opel Astra, der jetzt bei den Händlern steht und der Marke mit dem Blitz große Hoffnungen erfüllen soll. Sports Tourer? Für uns ist das schlicht und ergreifend ein Kombi.

 
1 bis 2 von 2
Schickschiff: Die Kombivariante des Opel Astra zeigt gefällige Formen, ohne ins Überzogene abzudriften. Sparsam und dynamisch: Zehn Motorvarianten stehen zur Verfügung.
Bildergalerien aus dieser Rubrik

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Eines muss man der Marketingabteilung von Opel aber lassen; Die Begriffe „Sports“ und „Tourer“ machen schon auf den ersten Blick deutlich, dass die Langheckversion des Astra einen Spagat hinlegt. Kein „Oder“-Auto. Sondern ein „Und“-Auto.

Arbeitstier und Familienmensch: Das – zumindest im Kompaktsegment – beeindruckende Ladevolumen prädestiniert den Astra für Einsätze in der Flotte. Der Handelsreisende kriegt einiges an Probierpackungen und Musterkoffern rein. Und am Wochenende wird der Astra zum Freund der Familie: Eltern, drei Kinder und der Hund – kein Problem, ebenso wenig wie die Fahrt in den zweiwöchigen Urlaub. Komfort und Sport: Das Fahrwerk des Astra Sports Tourer setzt Maßstäbe. Nicht nur bei den Kompakten. Mit dem optionalen FlexRide-Fahrwerk geht es für die Insassen ins Detail: Tour-Modus für die lange Reise mit Familie, Sport-Modus für die Wochenendfahrt mit den Kumpeln zum Fußballstadion.

Zehn Motorvarianten

Sparsam und dynamisch: Zehn Motorvarianten stehen zur Verfügung. Neben drei Dieselmotoren gibt es fünf Benziner sowie einen Flüssiggas-Antrieb, die ein Leistungsband von 95 bis 180 PS abdecken. Im nächsten Jahr kommt die Ecoflex-Version – der erste Opel mit Start-Stopp – mit 95 Diesel-PS, die gerade einmal 4,1 Liter auf 100 Kilometern konsumiert.

Wir haben bereits die 160-PS-Dieselversion sowie den 140-PS-Benziner ausführlich getestet. Wer nicht zu den Vielfahrern zählt, ist beim 1,4 Liter großen Vierzylinder bestens aufgehoben. Nach einem kleinen Loch nimmt der Motor willig Gas an, bleibt dabei angenehm ruhig. Der Diesel ist vielleicht eine Spur kraftvoller, dafür aber teurer in der Anschaffung. Für alle Motoren stehen übrigens günstige Versicherungseinstufungen zu Buche, in der Regel sogar die günstigsten im Wettbewerbsumfeld.

Allerdings: Beim Design musste man dann doch Kompromisse zulasten der Ladekapazität eingehen. Außen gewachsen, aber innen geschrumpft: 4,70 Meter misst der Astra Kombi mittlerweile. Ist das noch „Kompakt“? Die Antwort ist eigentlich eindeutig, doch trotz dieser Abmessungen wird der Hoffnungsträger in ebendiesem Segment geführt. Und obwohl er gewachsen ist: Der Kofferraum schluckt weniger als der Vorgänger. Gut, 1550 Liter sind immer noch eine Menge, aber der Vorgänger nahm mehr mit.

Design oder Nichtsein? Auf jeden Fall eher als „Form folgt Funktion“, denn sonst würde die Dachlinie nicht so rasant nach hinten abfallen und kostbaren Kofferraum abknapsen. Dafür glänzt das Ladeabteil mit ebenen Flächen, hier stört kein hineinragendes Radhaus – aber auch das kostet den einen oder anderen Liter Ladevolumen.

Keine zwei Meinungen gibt es freilich für das Kofferraummanagement im Astra Kombi. Neben der Tatsache, dass der Kofferraum absolut eben und rechteckig angelegt ist, überzeugen einige feine Detaillösungen: Dass die Kofferraumabdeckung beispielsweise mit einem klitzekleinen Druck nach hinten verschwindet. Oder dass sich die Abdeckung komplett unter dem Ladeboden verstecken lässt. Oder dass die Rücksitze per Knopfdruck vom Kofferraum aus komplett umgelegt werden. Auch die Organisationselemente wie Schienen, Abtrennungen und Netze sind eine sinnvolle Strukturhilfe.

Das Ziel, das Opel verfolgt: den Golf Variant vom Thron stoßen. Die Zeit der Bescheidenheit scheint vorbei zu sein in Rüsselsheim. Warum auch nicht, die neuen Modelle (neben der Astra Limousine auch der Meriva und der Insignia) laufen gut, da kann man sich schon mal neue Ziele stecken. Der günstigste Astra startet bei 18000 Euro. Klingt günstig. Oder? In der Tat. Aber nur scheinbar, denn: Diese Variante verdient den Namen Basismodell wahrhaftig. Keine Klimaanlage, kein Radio – mit dem nackten Astra wird sich niemand zufrieden geben. Zumindest nicht diejenigen, die ein „Und“-Auto wollen.

 Mehr Opel


Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: