Gefahren: Porsche 911
Wenn es um DIE Sportwagenlegende deutscher Machart geht, dann gibt es wohl keine Alternative zum Porsche Carerra, auch 911 oder schlicht Elfer genannt. Wir waren mit dem aktuellen Modell unterwegs.
Unter dem Strich...
...wird der Elfer seinem Ruf als die deutsche Sportwagenlegende voll und ganz gerecht. In mancher Hinsicht puristisch, in mancher Hinsicht luxuriös. Immer noch Traditions-Elf(er), aber so fit wie ein Jungstar. Nicht in Schwarz-Weiß. Sondern in Farbe. Und schon gar nicht im Stand. Sondern immer in Bewegung. Und das verdammt flink. Mehr Porsche
Traditions-Elf(er)
Wenn es um DIE Sportwagenlegende deutscher Machart geht, dann gibt es wohl keine Alternative zum Porsche Carerra, auch 911 oder schlicht Elfer genannt. Wir waren mit dem aktuellen Modell unterwegs.
Auf den ersten Blick...
...wirkt der Carrera anno 2009 ein wenig wie der ewig junge Günter Netzer – nur ohne Falten. Unverkennbar der Tradition folgend, aber dennoch zeitgemäß und modern. Ein Spagat, den außer Porsche so gut wie kein anderer Autobauer so blendend hinbekommt.
Besonders gut gefallen...
...haben uns natürlich die Fahreigenschaften der Legende. Das (optionale, aber unbedingt empfehlenswerte) Doppelkupplungsgetriebe PDK bietet bei jeder Fahrweise das Optimale: So schnell wie das elektrohydraulische Getriebe die Gänge wechselt, fliegt keine menschliche Hand durch die manuelle Schaltgasse. Und dass die Version mit PDK einen satten halben Liter auf 100 Kilometer weniger verbraucht als die manuelle Variante, spricht ebenfalls Bände. Der Sechszylinder-Boxer röhrt angenehm, die 345 PS drücken den Fahrer schon bei geringem Neigungswinkel des Gaspedals in die straffen Sportsitze, das Fahrwerk folgt der kleinsten Lenkbewegung durch jede Kurve – nur sollte man nicht zu früh wieder beschleunigen, sonst zuckt das Heck. Moderner Technik sei Dank: Es bricht nicht aus, was früher anders war. Um den Bogen zum Fußball zu schlagen: Wenn Günter Netzer heute in Traditions-Mannschaften aufläuft, muss er sich seine Kräfte behutsam einteilen. Wie ein alter, pardon, reifer Porsche eben. Manch Zeitgenosse mag auf die Traditions-Elf schwören, wir hingegen schauen Fußball lieber in Farbe und mit schnellen Spielzügen als in Schwarz-Weiß und mit Standfußballern. Und bevorzugen ohne Wenn und Aber die 2009er-Version des Elfers. Weil der eben nicht nur brutal schnell ist, sondern im Alltag locker unter zehn Litern bleibt.
Kein Lob gibt es...
...für die Alltagseigenschaften des Sportlers: Der (kleine) Kofferraum unter der Fronthaube lässt sich kaum öffnen, ohne sich schmutzige Finger zu holen. Und wenn die Haube nass ist, spritzt regelmäßig das Regenwasser beim Schließen auf die Hose.
Das pfiffigste Detail...
...ist – nicht zu fassen. EIN Detail? Die Preisliste umfasst 106 Seiten. Nichts, was es nicht gibt, kaum etwas, was sich Porsche nicht extra bezahlen lässt. Da wird schon die Zeit vor der Bestellung zur Erlebnisreise.
...wird der Elfer seinem Ruf als die deutsche Sportwagenlegende voll und ganz gerecht. In mancher Hinsicht puristisch, in mancher Hinsicht luxuriös. Immer noch Traditions-Elf(er), aber so fit wie ein Jungstar. Nicht in Schwarz-Weiß. Sondern in Farbe. Und schon gar nicht im Stand. Sondern immer in Bewegung. Und das verdammt flink. Mehr Porsche










