Peugeot Bipper: Quadratisch, praktisch, gut
Ein kompakter und wendiger Stadt-Lieferwagen rollt mit dem Peugeot Bipper Ende Februar auf den europäischen Markt. Das neue Einstiegsmodell des französischen Herstellers richtet sich vor allem an kleine Unternehmen wie zum Beispiel Bäcker, Floristen und Elektriker, die vornehmlich in Innenstädten unterwegs sind. Der 3,86 Meter lange Fronttriebler positioniert sich unterhalb des Partner Origin und ist ab rund 10 000 Euro netto zu haben.
Der gegen einen Mehrpreis von 100 Euro netto erhältliche multifunktionale Beifahrersitz lässt sich durch das Ziehen an einer Schlaufe einfach nach vorn umklappen und dient dann als Schreibunterlage. Ein weiterer Zug an einer zweiten Lasche lässt den Sitz im Boden versinken, sodass eine ebene Fläche entsteht, die die Ladelänge von 1,52 Meter auf 2,50 Meter wachsen lässt. Für diese praktischen Details muss der Beifahrer sich allerdings mit einer etwas knapp bemessenen Sitzfläche anfreunden. Insgesamt ist der Innenraum des Bipper mit zahlreichen Ablagen ausgestattet. Darüber hinaus ist wie bei einem Nutzfahrzeug üblich nur das Nötigste an Bord. Auch bei der Sicherheitsausstattung muss man sich mit dem Minimum zufrieden geben. ABS und ein Fahrerairbag sind serienmäßig, weitere Luftsäcke kosten extra. Der Schleuderschutz ESP ist nicht erhältlich.
Als Antrieb stehen zwei 1,4-Liter-Motoren zur Wahl. Der Ottomotor verfügt über eine Leistung von 54 kW/73 PS und ein maximales Drehmoment von 118 Nm bei 2 600 U/min an. Der Verbrauch liegt nach Herstellerangaben bei 6,9 Litern je 100 Kilometern. Sparsamer ist man mit dem Selbstzünder unterwegs. Mit einer Leistung von 50 kW/68 PS und einem maximalen Drehmoment von 160 Nm bei 1 750 U/min liegt der durchschnittliche Verbrauch laut Werksangaben bei 4,5 Liter je 100 Kilometern. In der Praxis pendelt sich der Verbrauch zwischen 6,5 Litern und 7,0 Litern je 100 Kilometer ein. Wer tatsächlich nur in der Stadt unterwegs ist, muss jedoch noch mit etwas mehr Verbrauch rechnen. Der Diesel - er soll in rund 90 Prozent der Bipper eingebaut werden - verfügt über ausreichend Kraft, um den Lieferwagen auf Trab zu bringen. Zwar ist das Triebwerk ein wenig laut, doch das macht es unter anderem durch seine große Elastizität wieder wett. Das manuelle Fünfgang-Getriebe lässt einen widerstandslosen Gangwechsel zu. Ab April ist für den Diesel auch ein automatisiertes Fünfgang-Getriebe erhältlich.
Die sehr leichtgängige Servo-Lenkung verunsichert durch ihr schwammiges Verhalten bei der Fahrt über die Landstraße zunächst ein wenig, dafür erlaubt sie einfaches Rangieren, wenn es einmal etwas enger zugehen sollte. Durch die im Vergleich zu einem Pkw etwas erhöhte Sitzposition hat der Bipper-Fahrer alles im Blick - nicht zuletzt durch die großzügig bemessene Frontscheibe und die Außenspiegel. Zum Schutz vor umher rutschender Ladung ist der Fronttriebler mit einer Schutzleiter hinter dem Fahrersitz ausgerüstet. Optional ist auch ein durchgehendes, aufklappbares Gitter erhältlich, das gut zu dem modularen Beifahrersitz passt und somit bei Bedarf Platz für überlange Ladung macht.
Der Peugeot Bipper rollt gemeinsam mit seinen baugleichen Brüdern Fiat
Fiorino und Citroen Nemo im türkischen Bursa vom Band. Die Jahresproduktion
ist auf rund 150 000 Einheiten ausgelegt, wovon jede Marke je ein Drittel
für sich in Anspruch nimmt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen wird
es den Bipper zunächst nicht als Pkw geben. Im Jahr 2008 sollen in
Deutschland 1 500 der City-Lieferwagen einen Käufer finden; 470 davon sind
bereits vorbestellt.
Technische Daten Peugeot Bipper:
Kompakter Kastenwagen mit zwei Sitzen, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3,86
Meter/1,82 Meter/1,72 Meter/2,51 Meter, Wendekreis 9,95 Meter, Leergewicht
ab 1 145 kg, Nutzlast 610 kg.
Motoren:










