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Zurück in die Champions League

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Quelle: SP-X 28. Januar 2011 23:50 Uhr

Vor 35 Jahren griffen Peugeot und Renault die deutschen Platzhirsche an – letztlich erfolglos

Zurück in die Champions League

Überraschung auf dem Genfer Salon 1975: Die französischen Marken Renault und Peugeot waren auf dem Weg zurück in die automobile Prestigeliga.

 
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Eher Geheimtipp als Bestseller: Peugeot 604. Foto: Peugeot Mit Fließheck in die Oberklasse: Renault 30. Foto: Renault
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Mit den Sechszylindermodellen Peugeot 604 und Renault 30 erreichten sie bereits das Format der großen BMW-Limousinen und kratzten an den Abmessungen der Mercedes-S-Klasse. Imagenachteile versuchten die Gallier durch üppige Serienausstattung und Preise zu parieren, die um bis zu 35 Prozent unter den deutschen Platzhirschen lagen.

Die Botschafter dieses Aufbruchs in die prestigeträchtigen Automobilsegmente waren so verschieden wie Tag und Nacht. Der Renault 30 übertrug das erstmals beim Renault 16 von 1965 präsentierte Konzept einer eleganten Fließhecklimousine mit Heckklappe in die Oberklasse. Derweil strebte der von Altmeister Pininfarina gezeichnete Peugeot 604 als klassische Stufenhecklimousine in Ausstrahlung und Statur dorthin, wo die deutschen Oberklassemodelle fest verankert waren.

Angetrieben wurden die beiden Limousinen von einer Gemeinschaftsentwicklung. Der V6 von Peugeot, Renault und Volvo sollte ursprünglich ein V8 werden. Angesichts der Ölkrise von 1973/74 entschied man, ihn um zwei Zylinder zu verkürzen. Der daraus hervorgegangene V6 gab sich mit 90-Grad-Zylinderwinkel und Doppelvergaser weder besonders kultiviert noch sparsam und mit 136 PS nicht einmal leistungsstark.

Die Verbrauchs- und Leistungsdaten verbesserten sich erst durch die ab 1977 erhältliche K-Jetronic. Da zeichnete sich bei Peugeot und Renault allerdings bereits ab, dass beide Baureihen eher Geheimtipps als ein Bestseller waren.

Bereits nach einem Jahr offerierte Renault sein Topmodell als deutlich preiswerteren Typ 20 mit einfacherer Ausstattung und Vierzylindertriebwerk. Peugeot präsentierte im Februar 79 den 604 mit Turbodiesel. Mit dem 80 PS freisetzenden 2,3-Liter-Vierzylinder setzte sich Peugeot an die Spitze einer neuen Motorenphilosophie, die in den folgenden Jahren marktbeherrschend werden sollte. Renault folgte 1981 mit dem R 30 Turbo D, den ein 86 PS starker 2,1-Liter-Vierzylinder antrieb. Auf die vorderen Plätze der Zulassungsstatistik konnten die kräftigen Diesel die beiden französischen Spitzenmodelle aber nicht mehr führen, zumal die Preise über der deutschen Konkurrenz angesiedelt waren. So kostete der Peugeot 604 SRD turbo fast 20 Prozent mehr als ein Mercedes 300 D.

Renault hatte sich den Wiedereinstieg in die Oberklasse eindrucksvoller vorgestellt. Zwar entschieden sich im Jahr 1977 sogar in Deutschland 18000 Käufer für die großen Schrägheck-Zwillinge R 20 und R 30. Darunter fanden sich aber so wenige Sechszylinder-Liebhaber, dass zum Öffnen von Champagnerflaschen kein Anlass bestand.

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