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Schwerer Junge jetzt leichtfüßig
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Quelle: SP-X 25. Februar 2011 10:00 Uhr

Opel überarbeitet den Antara

Schwerer Junge jetzt leichtfüßig

Rüsselsheim. Einst hat Opel bei den Geländewagen eine starke Position eingenommen: Der Frontera, abgeleitet vom Isuzu Amigo, wurde zu einer echten Erfolgsstory. Daran konnte der Opel Antara bisher nur bedingt anknüpfen. Mit der gerade vorgenommenen umfassenden Überarbeitung dürften jedoch die Chancen steigen, sich ein Stück des wachsenden SUV-Kuchens zu sichern.

 
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Überarbeitetes Interieur, Navi-Grafik aber immer noch mit altbackendem Design. Mit dezenten Retuschen haben die Designer die Front des Antara aufgewertet. Fotos: Opel
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So hat Opel die bisher verwendeten Zweiliter-Turbodiesel durch 2,2-Liter-Aggregate ersetzt, die mit 163 PS bzw. 184 PS auch gehobenen Ansprüchen genügen. Schon die kleinere Maschine, die wir in Verbindung mit dem leichtgängigen und exakt zu schaltendenden manuellem Sechsganggetriebe gefahren sind, geht leise und ausreichend kraftvoll ans Werk.

Noch besser kann es die stärkere Variante, die wir mit der neuen Sechsgang-Automatik getestet haben. Damit gewinnt der Antara auch bei forciertem Landstraßentempo eine angenehme Leichtfüßigkeit.

Besonders erfreulich ist der niedrige Verbrauch des relativ schweren Antara. Mit dem 163-PS-Diesel braucht das SUV lediglich 6,3 Liter auf 100 Kilometer; beim Top-Diesel, der obligatorisch mit Allradantrieb kombiniert ist, liegt der Verbrauch bei 6,6 Litern. Es gibt übrigens auch noch einen 2,4 Liter großen Benzinmotor mit 167 PS, dem Opel aber nur noch zehn Prozent Anteil an der Baureihe zutraut.

Während die Motoren überzeugen, kann das Fahrwerk mit den motorischen Leistungen nicht ganz Schritt halten. Der Antara ist gutmütig abgestimmt und komfortabel gefedert. Bei sportlicher Gangart stößt er indes an seine Grenzen und fordert unmissverständlich zu zivilisiertem Umgang auf. Genau dafür ist er letztlich aber auch gedacht. Die neu abgestimmte Servolenkung ist nach wie vor etwas indirekt.

Das Interieur wird geprägt von neuen Stoffen und einer überarbeiteten Instrumententafel. Leider verfügt das Navigationssystem nach wie vor über eine wenig ansprechende Grafik. Die Änderungen von außen wiederum sind so marginal, dass sie nur Experten auffallen werden. Es bleibt die charaktervolle Frontpartie mit nach unten abknickenden Scheinwerfern und die variable Karosserie, die 420 bis 1420 Liter Gepäckraum bietet.

Der neue Antara kostet mit Frontantrieb und Benzinmotor 26780 Euro – ein fairer Tarif für ein unprätentiöses SUV, das viel Platz bietet, mit dem Kraftstoff knausert und jetzt noch ein bisschen attraktiver geworden ist.

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