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Ein Koreaner aus Europa
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Quelle: SP-X 25. Februar 2011 10:00 Uhr

Im Kfz-Welt-Gebrauchtwagen-Check: Der kompakte Kia Cee’d

Ein Koreaner aus Europa

SP-X Köln. Auf der Suche nach einem geeigneten Gebrauchtwagen greifen vor allem viele Neu-Führerscheinbesitzer getreu dem alten Persil-Motto „Da weiß man, was man hat“ gerne zum VW Golf. Sicher keine schlechte Wahl, doch gibt es gerade in der Kompaktklasse günstigere Angebot, die sich als Gebrauchte zudem nicht hinter dem VW-Bestseller zu verstecken brauchen. Den Kia Cee’d zum Beispiel.

 
Solide Wahl in der nahezu unüberschaubaren Klasse der Kompaktautos: der Kia Cee’d. Foto: Kia  Vergrößern
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Das Auto: Der Cee’d ist eigentlich gar kein Koreaner, sondern ein echter Europäer. Entwickelt wurde er in Rüsselsheim, gebaut wird er in der Slowakei, und zum Verkauf steht er bei uns seit rund vier Jahren. Der Fünftürer – die zweitürige Variante nennt sich pro Cee’d, und dann gibt es auch noch einen Kombi (Cee‘d sw) – bietet Platz für bis zu fünf Personen, zumindest wenn hinten in der Mitte kein Erwachsener sitzt.

Der Motor: Besonders empfehlenswert ist der raue, aber sparsame 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS. Er begnügt sich je nach Ausstattung mit 4,6 Litern (CO2-Ausstoß: 122 Gramm/km) auf 100 Kilometern. Wer einen Benziner fahren möchte, sollte zur größeren Variante mit 1,6 Liter Hubraum und je nach Baujahr Leistungen zwischen 122 und 125 PS greifen.

Ausstattung/Sicherheit: Der Cee’d erhielt bereits 2007 im Euro-NCAP-Crashtest alle fünf Sterne. ESP und sechs Airbags sind mit an Bord. Zudem gehören selbst zur Basisausstattung immer eine Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und ein CD-Radio.

Die Qualität: Der Cee’d überzeugt in diversen Tests von Fachzeitschriften, Autoclubs und beim TÜV. Die Verarbeitungsqualität ist solide, wenn auch der Innenraum nicht gerade charmant gestaltet wurde. Wer sich den Euro-Koreaner zulegen will, sollte aber auf Rost an den Türen achten. Zudem zeigen sich die ersten Fahrzeuge noch mit Mängeln bei der Konservierung. Hier wurde aber mit dem Facelift von 2009 werksseitig nachgebessert. Unschlagbar: Kia gewährt auf seinen Kompaktwagen sieben Jahre Vollgarantie. Wer also etwa einen drei Jahre alten Cee’d kauft, darf sich noch vier weitere Jahre an der Garantie erfreuen. Das ist dann immer noch eine doppelt so lange Zeit, wie sie etwa ein nagelneuer Golf bieten kann.

Fazit: Wer ab 6000 Euro investiert, erhält schon einen gut erhaltenen Cee’d, mit Restgarantie vom Hersteller. Wenn man also auf das Image eines Golf, Astra oder Focus verzichten kann, ist man mit dem Koreaner aus Europa gut bedient.

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