Alle für einen
Osnabrück. Es ist der ewige Dreikampf in der Liga der ehrenwerten Gentlemen auf Dienstreise: E-Klasse von Mercedes, A6 von Audi oder 5er von BMW? Wir haben im 5er mit Sechszylinder-Diesel vor allen Dingen die vielen elektronischen Helfer schätzen gelernt.
Stern, Ringe oder bajuwarische Landesfarben – was auf der Motorhaube prangt, hängt zumeist vom Designgeschmack ab. Der BMW punktet –nach unserem Gusto – durch sportliche Eleganz, kurze Überhänge und gespannte Muskeln, die sich unterm Blechkleid abzeichnen.
Eine Limousine der gehobenen Mittelklasse muss seinen Fahrer bestmöglich schonen, unterstützen und unterhalten. Alles kein Problem für den Fünfer: 700 Kilometer am Stück vergehen angesichts der tollen Ledersitze (2010 Euro) mit Sitzheizung (380 Euro) wie im Flug, auch geplagte Rücken bleiben durchgehend entspannt.
Serienmäßig bleibt der 5er blass, was die Ausstattung angeht, wer aber genügend Tinte im Füller hat und auf der Aufpreisliste fleißig Kreuzchen macht, der kann sich rundum bedienen lassen – so wie wir im Test-5er, wo das große Navi mit immer noch famoser iDrive-Bedienung (3050 Euro) den Weg weist und allerlei Entertainmentmöglichkeiten bietet. Spurwechselwarner (620 Euro), Spurverlassenswarner (520 Euro), Parkpiepser (810 Euro) mit Rückfahrkamera (700 Euro), Tempolimit-Erkennung (320 Euro) – alles nette Helferlein, die nach dem Motto „Alle für einen“ dem Fahrer zuarbeiten. Essenziell: Das Head-up-Display (1390 Euro), das die wichtigsten Infos wie Geschwindigkeit oder Navi-Anweisungen an die Frontscheibe wirft.
Der Sechszylinder schnurrt wie ein Kätzchen, in Verbindung mit der 8-Gang-Automatik (2200 Euro) ist der Fünfer für alles zwischen Stop and go und beherztem Linke-Spur-Sprint potent gerüstet. Die direkte Lenkung und das Adaptive-Drive-Fahrwerk (3000 Euro) könnten für sportlich ambitionierte Fahrer den Ausschlag geben.
Haben Sie mal die Zahlen in den Klammern zusammengerechnet? Dann wissen Sie, was uns am 5er nicht gefällt. Außerdem gibt’s für den schwergängigen Kofferraumdeckel und das altbackene Tacho- und Drehzahldesign Punktabzüge.
Es sind winzige Details, die in der Business Class den Kaufausschlag geben. Bei BMW sind das Sportlichkeit und Effizienz. Was alle drei Konkurrenten eint: Sie sind schlichtweg (zu) teuer.
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