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Quelle: SP-X 10. Juni 2011 11:00 Uhr

Audi Q5 Hybrid: Mehr Fahrfreude als Sparlust

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Ingolstadt. Die Japaner machen es schon lange, BMW und Mercedes tun es ebenfalls. Und innerhalb des VW-Konzerns haben bereits die Marken VW und Porsche nachgezogen. Jetzt hat auch Tochter Audi die Vorteile eines Hybridsystems erkannt und kombiniert Benzinaggregat und Elektromotor.

 
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Keine Sorge: Wer den Q5 Hybrid kauft, muss nicht großflächig Werbung machen für den Antrieb aus Benziner und Elektromotor. Fotos: Audi Extra-Anzeigen im Display.
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Ab Herbst ist die Technik für das SUV Q5 erhältlich. Kunden müssen allerdings tief in die Tasche greifen und mindestens 53700 Euro investieren. Für den Vortrieb schaltet Audi den 211 PS starken 2,0-Liter-TFSI und einen Elektromotor mit 54 PS zu einem parallelen Hybridsystem hintereinander. Diese Anordnung findet man auch bei Modellen von Porsche oder VW.

Anders als bei der Konzernverwandtschaft setzt man bei Audi als Energiespeicher nicht auf die Nickel-Metallhydrid-Batterien. Vielmehr kommen die teuren und leistungsstärkeren Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Die Einheit wiegt nur knapp 37 Kilo und ist platzsparend unter dem Kofferraumboden untergebracht, sodass mit 460 bis 1480 Liter Fassungsvermögen fürs Gepäckteil die Werte eines normal motorisierten Q5 erreicht werden.

Die Systemleistung aus Benziner und E-Motor beträgt 245 PS. Zusammen bringt es die Vollhybrid-Einheit auf ein Drehmoment von 480 Newtonmetern. Das Sortieren der Gänge übernimmt ein automatisch schaltendes Achtstufengetriebe, eine Lamellenkupplung fungiert als Trennkupplung, sodass der Allradler entweder rein elektrisch, nur mit dem Benziner oder mit beiden Motoren gleichzeitig fahren kann.

Theoretisch reicht die Kraft aus den leistungsstarken Akkus für eine Fahrstrecke von bis zu drei Kilometern, sofern man die Nebenaggregate wie Heizung oder Klimaanlage auf ein Minimum herunterfährt und den Gasfuß unter Kontrolle hat. Theoretisch kann man bis Tempo 100 rein elektrisch fahren, dann allerdings schrumpft der im Display angezeigte Speicher für die elektrische Ladung. Und das geschieht schneller, als man denkt. Denn dank seines üppigen Drehmoments steht weniger Sparlust als Fahrfreude im Vordergrund. Der Standardspurt gelingt in 7,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist mit 222 km/h angegeben.

Bei zurückhaltender Fahrweise zeigte der Bordcomputer auf einer ersten Testfahrt mindestens eine 8 vor dem Komma an, sodass der angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,9 Litern (CO2-Emissionen: 159 g/km) nicht realisiert werden konnte. Die herausgefahrenen Werte liegen auf dem Niveau des 2,0-Liter-TFSi.

Allerdings überbietet der Q5 Hybrid diese Version um knapp 10000 Euro. Davon geht rund die Hälfte auf das Konto von Extra-Ausstattungen wie den hier serienmäßigen 19-Zoll-Felgen oder das neue Bediensystem MMI-plus. In Deutschland dürften sich die meisten weiterhin für den 170- PS-TDI entscheiden. Der steht ab 39400 Euro in der Liste und verbraucht 6,2 Liter (163 g CO2/km). Da muss sich der Q5 mit dem grünen Anstrich noch ein wenig anstrengen.

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