„Das iPhone auf Rädern“
Rüsselsheim. Interview mit Lutz Kleinstück, leitender Ingenieur bei der Ampera-Entwicklung.
Herr Kleinstück, die Experten streiten, ob der Opel Ampera wirklich ein „echtes“ Elektroauto ist, oder doch „nur“ ein Hybrid...
Es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen einem Hybridmodell und unserem Ampera. Der Hybrid lebt von einem großen Verbrennungsmotor und einem kleinen Elektromotor, der den Verbrenner unterstützt. Der Elektromotor greift in aller Regel nur bis zu einer gewissen Geschwindigkeit ein und ist äußerst limitiert, was die Reichweite betrifft. Im Opel Ampera aber arbeitet ein großer Elektromotor, der von einem kleinen Verbrenner unterstützt wird. Der Elektromotor treibt das Fahrzeug bei jeder Geschwindigkeit mit vollem Drehmoment an.
Wenn die Batterie leer ist, könnte der Verbrennungsmotor doch die Batterie wieder aufladen. Warum kann man aber den Ampera ausschließlich an der Steckdose laden?
Das stimmt, der Range Extender treibt den E-Motor an, lädt aber nicht die Batterie auf. Das wäre schlicht und ergreifend nicht effizient. Und Effizienz stand im Lastenheft ganz oben. Unsere Variante hat die größte Effizienz.
Ein besonderer Hingucker ist die neuartige Bedienung von Klimaanlage, Audiosystem und mehr.
Darauf sind wir wirklich sehr stolz. So etwas gibt es bei keinem anderen Fahrzeug. Das System ist absolut innovativ, aber gleichzeitig auch intuitiv bedienbar. Intern nennen wir es „iPhone auf Rädern“.
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