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Autor: Lothar Hausfeld 03. August 2011 19:27 Uhr

Der neue Audi A6 kommt bald auch als Hybridvariante

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Ingolstadt. Hybrid? Findet hierzulande kaum statt. Abgesehen vom Toyota Prius – den es ausschließlich als Hybriden gibt – und dem Toyota Auris (Hybridanteil: stolze 25 Prozent) wartet Auto-Deutschland auf die flächendeckende Elektromotor-Unterstützung seiner Verbrennungsmotoren. Nach dem Q5 schickt Audi in einigen Wochen mit der A6 Limousine immerhin schon die zweite Hybridvariante zu uns.

 
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Von außen ist der A6 Hybrid nicht von seinen Otto- und Dieselbrüdern zu unterscheiden. Fotos: Audi Effizienzanzeige statt Drehzahlmesser im Cockpit.
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Nüchtern betrachtet, macht der A6 Hybrid eine richtig gute Figur. 211-PS-Benziner und 54-PS-Elektromotor teilen sich die Arbeit, wobei die Limousine bis zu drei Kilometer rein elektrisch bewegt werden kann – wenn die Tachonadel die 60 km/h nicht überschreitet. Grundsätzlich schafft der Elektromotor Geschwindigkeiten bis 100 km/h – dann allerdings nur kurzzeitig. Ansonsten unterstützt der Elektromotor den zwei Liter großen TFSI, der mit Turboaufladung und Direkteinspritzung schon recht effizient daherkommt.

Das Lithium-Ionen-Batteriepaket sitzt unter dem Kofferraum, ein gewisser Teil des Stauraums geht durch eine Stufe im hinteren Bereich der Ladefläche verloren – das ist aber nichts, was die Alltagstauglichkeit einschränken würde.

Das Zusammenspiel der beiden Motoren klappt in der bevorzugten Umgebung – also in der Stadt und auf der Landstraße – tadel- und problemlos. Mit fein dosiertem Gasfuß klappt sogar das fast lautlose Beschleunigen, und auch ansonsten gibt sich der A6 Hybrid zurückhaltend im Genuss von Superkraftstoff. Mittels detaillierter Displayanzeigen kann der Fahrer alle relevanten Infos über Energiefluss, Batterieladezustand, Verbrauch und vieles mehr verfolgen. Auf einer ersten Teststrecke zeigte der Bordcomputer nach gut 50 Kilometern einen Schnitt von 7,3 Litern an.

6,4 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern gibt Audi als erwarteten Durchschnittsverbrauchswert an, das wären 146 Gramm CO2 je Kilometer. Der endgültige Wert ist noch nicht fix, doch beschreibt dieser vorbehaltliche Wert – wie gehabt – die Krux bei den großen Hybriden in Deutschland: Bis auf den 3.0 TDI quattro mit 204 und 245 PS unterbieten sämtliche derzeit lieferbaren A6-Dieselmodelle diesen CO2-Wert, teilweise deutlich.

Und das bei klar geringeren Einstiegspreisen. Zwar steht der Preis offiziell noch nicht fest, doch dürfte dieser deutlich über 50000 Euro liegen. Zum Vergleich: Der 3.0 TDI mit 204 PS startet bei 43150 Euro – und steht mit 139 Gramm CO2/km in der Liste. Somit dürfte auch der A6 den Hybrid außerhalb der Toyota-Bestseller nicht aus dem Schattendasein holen. Zumindest nicht hierzulande. Deutschland dürfte auch weiterhin Dieselland bleiben.

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