BMW präsentiert die sechste Generation des Dreiers
München. Es sind noch fast vier Monate, bis die sechste Generation des BMW Dreiers in den Schauräumen der Händler stehen wird, doch am vergangenen Wochenende liefen im Stammwerk München bereits die Produktionsbänder an. Wir waren beim Stapellauf dabei und haben die neueste Version des Mittelklässlers unter die Augen genommen.
Der Dreier war stets das finanzielle Rückgrat der Bayern, das Herz der Marke. Zwölf Millionen Modelle hat BMW davon seit 1975 verkauft, im letzten Jahr war jedes dritte verkaufte Auto mit dem weiß-blauen Logo auf der Kühlerhaube ein Dreier.
Und das Herz der Marke wird ab 2012 noch schneller schlagen: Wie das im Automobilbau so üblich ist, werden die Motoren leistungsstärker, wächst die Karosserie in jede Richtung, wird das Technik-Arsenal noch weiter aufgerüstet – bei geringerem Verbrauch freilich.
Neun Zentimeter legt der Dreier in der Länge zu, ist mit rund 4,62 Metern jetzt so lang wie die ersten beiden Generationen des Fünfers. An deren aktueller Variante orientiert sich auch das Design des kleineren Bruders, wenngleich das neue Gesicht mit breiter angelegten, bis an den Grill reichenden Scheinwerfern für BMW-Verhältnisse schon eigenständig wirkt. Mit den erstmals angebotenen Ausstattungslinien „Sport Line“, „Modern Line“ und „Luxury Line“ kann der Kunde die Ausrichtung seines BMWs weiter verfeinern.
Der Innenraum wirkt bei der ersten Inaugenscheinnahme höherwertiger, die Fondpassagiere werden von dem gewachsenen Radstand profitieren. Der Navi-Bildschirm steht jetzt frei und ist in der Optik eines Flachbild-Fernsehers gehalten. Allerdings: Tacho und Drehzahlmesser gleichen immer noch denen aus der ersten Generation, wirken geradezu fade im Premium-Innenraum.
Kräftig nachgewürzt wurde dagegen bei den technischen Aspekten. Optional gibt es für alle Modelle eine Achtgang-Automatik, serienmäßig ist dagegen die „Fahrerlebnisschalter“ genannte Gesamtfahrzeug-Abstimmung, die verschiedene Einstellungen von komfortabel über sparsam bis dynamisch ermöglicht.
„Unser Dreier war schon immer ein sportliches Statement“, sagt BMW-Technik- und Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger, „Und auch das neue Modell wird das sportlichste Modell im Segment sein.“ Allerdings beschränken sich die Münchner schon lange nicht mehr darauf, ausschließlich sportlich orientierte Kunden zu bedienen. Start-Stopp spart in allen Modellen serienmäßig Benzin, trotz des Längenzuwachses wurden die Autos um bis zu 40 Kilogramm leichter, und der sparsamste Dreier im Programm, der 320d Efficient Dynamics Edition steht trotz 163 PS Leistung mit schlanken 4,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern (CO2: 109 g/km) in der Statistik. Für Herbst 2012 hat BMW eine Vollhybrid-Variante des Dreiers angekündigt.
Zum Marktstart bietet BMW vier Dreier an; neben der bereits erwähnten 320d Efficient Dynamics Edition einen 184-PS-Diesel (320d), einen neuen Vierzylinder mit Twin-Turbo und 245 PS (328i) sowie einen Sechszylinder mit 306 PS (335i). Der günstigste Dreier wird zunächst der 320d für 35350 Euro sein; später wird eine PS-schwächere Einstiegsmotorisierung zu einem Startpreis von knapp 30000 Euro angeboten. Neben weiteren Motoren werden auch Kombi, Coupé, Cabrio sowie ein Crossover ähnlich dem 5er GT erwartet.
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