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Auch Allrad-Fahrzeuge brauchen Winterreifen
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Autor: Lothar Hausfeld 04. November 2011 16:37 Uhr

Trügerische Sicherheit

Auch Allrad-Fahrzeuge brauchen Winterreifen

Hannover. Allradgetriebene Autos, und hier insbesondere die schicken SUV und Crossover-Modelle, haben in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Höhenflug hingelegt. Die Fahrer von 4x4-Modellen schwärmen von der höheren Traktion, von mehr Sicherheit. Das stimmt zweifelsohne, doch im Winter kommen auch Fahrzeuge mit Allradantrieb nicht ohne Winterreifen aus, wie Continental-Reifenentwickler Dr. Andreas Topp im Gespräch mit unserer Zeitung unterstreicht.

 
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Andreas Topp, Reifen-Entwickler bei Continental. Der Continental Cross Contact Winter ist speziell für Allradfahrzeuge entwickelt worden. Fotos: Continental
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Von 2007 bis 2010 sind die Unfälle mit Personenschäden im Winter sprunghaft angestiegen. In den vergangenen beiden Jahren brachte der Winter reichlich Schnee und glatte Fahrbahnbeläge mit sich. So mancher SUV-Besitzer dürfte da dem Irrglauben aufgesessen sein, dass er mit seinem Allradantrieb die deutlich besseren Karten beim Bremsen habe.

„Das ist ein Trugschluss“, sagt Topp. „Der Allradantrieb bietet Vorteile bei der Traktion, das Auto ‚greift‘ also besser – aber Allrad hilft nicht beim Bremsen. 4x4 vermittelt dem Fahrer ein falsches Sicherheitsgefühl.“ Das kann jeder nachvollziehen, der auf schneebedeckter Straße eine Vollbremsung hinlegen musste – auch mit zwei Antriebsachsen rutscht man genau so weit über den Schnee wie mit einer Antriebsachse.

Die Lösung ist für Topp – angesichts seiner Position bei Continental natürlich nicht überraschend – einfach: „Gute Winterreifen.“ Für SUV-Modelle gibt es beim Hannoveraner Reifenspezialisten den Conti Cross Contact Winter, einen Reifen, der in seiner Performance speziell auf Allradmodelle abgestimmt ist.

29 Dimensionen hat Continental im Programm, der Cross Contact passt auf Felgen zwischen 13 und 21 Zoll, sodass vom kleinen Lada Niva bis zum wuchtigen Porsche Cayenne nahezu jeder Allrader mit dem Winterreifen bestückt werden kann. Die Breiten betragen zwischen 205 und 295 Millimeter. Die Winter-Performance ist übrigens weitgehend unabhängig von der Reifenbreite; laut Topp gilt jedoch die Faustregel „Je breiter der Reifen, desto besser das Trockenhandling“.

Dass in Deutschland immer noch große Unkenntnis darüber herrscht, welche Reifen im Winter geeignet sind, zeigt das Ergebnis einer Blitzumfrage von Continental. Im Rahmen einer nicht repräsentativen Erhebung auf der Internetplattform motor-talk.de gaben 61 Prozent der Teilnehmer an, Reifen mit dem M+S-Symbol (Matsch & Schnee) garantierten die Sicherheit auf Schnee und Eis. „Dieses Symbol wird allerdings ohne rechtliche Bindung auf die Reifen aufgebracht und sagt nichts über die Sicherheit aus“, so Conti-Sprecher Alexander Lührs. Er empfiehlt stattdessen Reifen mit dem Schneeflockensymbol – und ein Mindestprofil von vier Millimetern. Nur so ließen sich auf Schnee die maximale Sicherheit und die kürzestmöglichen Bremswege realisieren, so Lührs.

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