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Renault Twingo geliftet
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Quelle: SP-X 06. Januar 2012 14:49 Uhr

Lasst Farben sprechen

Renault Twingo geliftet

SP-X Brühl. Der Twingo gehört neben dem Clio zu den Bestsellern im Renault-Angebot. Angesichts der neuen Konkurrenz durch den VW Up hat das französische Unternehmen seinen Kleinsten nun überarbeitet und schickt ihn mit einem ansprechenderen Design sowie verbesserter Ausstattung in das Rennen um die Gunst der Kunden.

 
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Im Zuge des Twingo-Facelifts hat Renault auch Zubehör und Farbpalette überarbeitet – was dem Kleinen gut steht. Foto: Renault Adieu, Nüchternheit: Der Twingo darf wieder niedlich sein.
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Und das sind beim Franzosen überwiegend Frauen. Wenn Männer am Volant des Twingo sitzen, dann nur, wenn es sich um die starken Varianten mit 102 bzw. 133 PS handelt oder das Fahrzeug zur Werkstatt gebracht werden muss. Ansonsten erfüllt der Twingo die Frauenquote mehr als deutlich, sie dürfte bei mindestens 85 Prozent liegen. Den Ansprüchen der Käuferinnen ist daher auch die Überarbeitung der Front geschuldet: Der Kleine sieht wieder niedlicher aus. Wie schon bei der ersten Generation flirtet der Twingo mit seinen Scheinwerfern. Die nüchternere Optik der zweiten Ausgabe ist Geschichte.

Immer nur Einheitssilber, Schwarz oder Weiß? Bei Kleinwagen gilt das Credo der seriösen Farbwahl für Autos nicht. Hier darf es ruhig bunt zugehen. So kommt der von uns gefahrene Twingo in der auffälligen Fuchsia-Lackierung daher. Macht nichts, im Inneren sieht man den Farbton nicht. Dafür kann man dem Interieur ruhig einen zweiten und dritten Blick gönnen. In der Dynamique-Variante – neben Expression, Liberty und Gordini die vierte, zweithöchste Ausstattungsstufe – sieht der Franzose richtig erwachsen aus. Die Materialien fühlen sich gut an, von Kunststoffwüste keine Spur.

Über das Platzangebot kann man sich beim nur 3,69 Meter langen Fahrzeug nicht beschweren. Ein Gefühl von Enge kommt auf den vorderen Plätzen nicht auf. Die hinteren Einzelsitze lassen sich zugunsten von mehr Kniefreiheit oder Gepäckvolumen verschieben. Fürs Komfortempfinden könnten allerdings die Sitzauflagen länger und das Lenkrad nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Tiefe verstellbar sein.

Zur Individualisierung bietet Renault jetzt ab Werk verschiedene Möglichkeiten an. Was schon bei Fiat 500 oder Citroën DS3 gut funktioniert, soll nun auch beim Twingo für zusätzlichen Umsatz sorgen: Dekoraufkleber fürs Dach, Streifen für die Seiten oder schickere Felgen.

ESP ist leider nicht im Serienumfang enthalten, kostet weiterhin 300 Euro Aufpreis. Nur bei den stärkeren Motorisierungen ist der Schleuderschutz ab Werk an Bord. Allerdings entscheiden sich rund 90 Prozent der Käufer für den 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS, der ohne ESP ausgeliefert wird. Das Aggregat begnügt sich in der verbrauchsoptimierten Variante mit 4,5 Litern (CO2-Ausstoß: 105 g/km), das sind 0,6 Liter weniger als in der herkömmlichen Version.

Der Benziner stand allerdings bei ersten Testfahrten nicht zur Verfügung. Der stattdessen angebotene 1,5-Liter-Diesel mit 86 PS könnte für Vielfahrer interessant sein, hängt gut am Gas. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,4 Litern (90 g CO2/km) ist man dazu recht sparsam unterwegs. Allerdings schlägt der ausschließlich in der Dynamique-Variante angebotenen Selbstzünder mit 15500 Euro zu Buche. Das ESP nicht eingerechnet. So dürfte eine solche Variante genauso selten zu sehen sein wie weiterhin Männer hinterm Twingo-Steuer.

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