Offene Unvernunft
München. Unvernunft kann auch ein Zeichen von Erfolg sein, wie Mini beweist. Egal ob Mini One, Cooper S, Cabrio, Clubman, Countryman – vernünftig ist keiner. Aber: Mini wird geliebt. Von Männern und Frauen, Tochter oder Sohnemann, selbst die Nachbarn schauen neidisch auf die Schwestermarke von BMW. Nun setzen die Bayern noch einen drauf und präsentieren dem ersten offenen Zweisitzer.
Mini wäre nicht Mini, hätten sie den Roadster nicht schick verpackt und ihm zudem die Attribute mit auf den Weg gegeben, die den kleinen Roadster zur spaßigen Rennmaschine werden lassen.
Hier sind aber nicht die Motoren, sondern vielmehr das gegenüber dem normalen Mini Cabrio um 20 Millimeter abgesenkte Dach, der elektrisch ab 80 km/h ausfahrbare Heckspoiler sowie Rallye-Streifen gemeint. Das Interieur ist wie bei Mini gewohnt ausgefallen – das ist gewollt und auch sinnig. Alles ist an seinem üblichen Platz, die Sitze sind bequem und straff gepolstert, bieten ausreichend Seitenhalt. Müssen sie auch, denn das knackige Fahrwerk verführt immer wieder zum beherzten Beschleunigen. Enge und spitze Kurven wollen schließlich erobert werden und verlangen nach einer routinierten Hand am Lenkrad.
Mit dem Mini Roadster kann man aber auch offen durch die Gegend cruisen, immer den Kraftstoffverbrauch im Auge. So hat man zwar weniger Spaß, zollt aber der Umwelt Tribut. Für Sparfüchse ist der Roadster aber ohnehin nichts. Ab 22600 Euro beginnt der Spaß, hört erst bei 31900 Euro Grundpreis auf.
Zur Markteinführung stehen für den Mini Roadster vier Benzin- und Dieselmotoren zur Auswahl. Das Angebot reicht vom Mini Cooper Roadster (122 PS) über den Diesel-Roadster mit 143 PS und den Cooper S Roadster (184 PS) bis zum 211 PS starken Topsportler John Cooper Works.
Eine Klimaanlage ist außer beim Einstiegs-Roadster serienmäßig vorhanden, dazu gesellen sich Park Distance Control, höhenverstellbare Sitze oder ein Audiosystem mit MP3-fähigem CD-Player und Aux-In-Anschluss. Traditionell deutlich länger als die Liste der ab Werk verbauten Gimmicks ist die der aufpreispflichtigen Extras. Xenon-Licht, adaptives Kurvenlicht, schwarze Scheinwerfergehäuse, halb automatische Dachöffnung, Mini Connected – problemlos lässt sich der Roadster in preisliche MountEverest-Regionen treiben.
Marktstart ist am 25. Februar; serienmäßig sind das Stoffverdeck, das für jede Wetterlage taugt, sowie eine Durchlademöglichkeit für den 240 Liter großen Kofferraum. Zum Beispiel für Skier oder Snowboards. Und somit steht fest: Mit dem Mini Roadster muss nicht bis zur nächsten Open-Air-Saison gewartet werden – auch dem Winter-Kurzurlaub steht nichts im Weg.
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