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Derby-Böller beim VfL gegen Preußen Münster: Es geht um ein Verbrechen
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Derby-Böller beim VfL gegen Preußen Münster: Es geht um ein VerbrechenDerby-Böller beim VfL gegen Preußen Münster: Es geht um ein Verbrechen
Osnabrück. Der 10. September 2011 wirkt nach: Ermittlungen auf Hochtouren, drastische Konsequenzen in Münster und ein VfL Osnabrück, der um die sachliche Aufarbeitung der bundesweit für Schlagzeilen sorgenden hässlichen Begleitumstände des Derbys gegen den SC Preußen bemüht ist.
Die Polizei ermittelt in Zusammenhang mit der Detonation einiger Sprengsätze laut ihrem Sprecher Georg Linke wegen eines „Verbrechens“, das mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis geahndet werde. Derzeit wird Videomaterial ausgewertet. „Wir gehen da sorgfältig vor, die Geduld war mit ausschlaggebend für die Fahndungserfolge nach dem Heimspiel gegen Holstein Kiel am 30. April 2010“, sagte Linke. Einige Hoffnung setzen die Ermittler auf die Aussage einer Zeugin, die sich in unmittelbarer Nähe des Tatorts in der Westkurve aufgehalten haben soll.
Noch immer sind nach Angaben von Linke 15 Polizeibeamte verletzt und einige von ihnen für zwei Wochen krankgeschrieben. Linke: „Ein Kollege hat auf einem Ohr nur noch ein Hörvermögen von fünf Prozent.“
Der Sprecher verteidigte die Maßnahme der Polizei, nicht in den Münsteraner Block gegangen zu sein: „Das hätte sehr viel mehr Verletzte geben. Wir wären da sicherlich nicht mit offenen Armen empfangen worden.“
Aus dem Umfeld der Preußen-Fanszene war zu hören, dass sich Begleitpersonal der Anhänger schon vor dem Spiel Ohrstöpsel anlegte – wohl ahnend, was da passieren würde. Der SCP wird als Reaktion auf die Vorfälle einen Stehplatzblock schließen, das Mitbringen von Fahnen untersagen und Zuschauern den Einlass verweigern, die in Kleidung erscheinen, die zur Vermummung genutzt werden kann. Außerdem wird die Sondergenehmigung der Stadt nicht wahrgenommen, die Kapazität des Preußenstadions zum Derby gegen Bielefeld am 24. September von 15050 auf 18500 Zuschauer zu erhöhen.
Welche Maßnahmen seitens des VfL ergriffen werden, soll am heutigen Dienstag nach der Sicherheitsrunde verkündet werden. Laut Geschäftsführer Ralf Heskamp wird der Verein konkret gegen die zunehmende Gewalt aus der eigenen Ultraszene vorgehen.
Der DFB erwartet bis Dienstag Stellungnahmen der beiden Vereine, anschließend wird die Gerichtsbarkeit des Verbandes tätig.
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nachgesehen. Die MS-Fans wissen genau wer den Böller
geworfen hat. Sie fanden auch die Einlaßkontrollen als
ziemlich lächerlich. In MS geht es doch garnicht um die
DB-Fahne, sondern um den Böller und die Kontrollen.